Kategorie: Sonstiges

Mrz 162020

high noon in wien

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shut-down in österreich. ich denke mal, das wird jetzt eine ganze weile so bleiben (sicher mal bis mai). damit hat sich das klettern bis dahin wohl erledigt, sowohl in- als auch outdoor.

hier ein aktueller situationsbericht:

drei männer und eine frau stehen abwartend vier frauen und einem mann gegenüber. die sonne brennt. ein heftiger wind treibt einen langen streifen papier zwischen den gruppen durch – die letzte rechnung eines hamsterkaufes. niemand nimmt davon notiz. die blicke sind starr auf das gegenüber gerichtet. kein blinzeln, um nicht gefahr zu laufen, etwas zu übersehen oder zu versäumen.
wie auf ein stilles kommando hin fächern sich die beiden gruppen auf, gehen auf abstand. gut eine armlänge, um den schussarm frei bewegen zu können, zugleich auch genügend freiraum zu haben, um im notfall eine ausweichbewegung zu machen.

die augen verengen sich zu schmalen schlitzen, mustern möglichst unauffällig das gegenüber, versuchen, dessen gedanken zu erahnen. „was hat er vor?“ „wie wird er reagieren?“ „wer ist der erste?…“
fäuste schließen sich fest um griffe, sehnen treten hervor, weiße fingerknöchel sind stille zeugen der anspannung. nervös zucken finger in dünnen handschuhen. einer der männer zupft an einem tuch, das sein gesicht zur hälfte verdeckt. möchte er sich unkenntlich machen? ist er berühmt? wird er steckbrieflich gesucht? man weiß es nicht, das tuch lässt zu wenig erkennen.

ein lautes niesen zerreißt die angespannte stille. alle zucken zusammen, doch niemand lässt dabei sein gegenüber aus den augen. zu groß ist die gefahr, dass der kleine augenblick der unachtsamkeit ausgenützt wird. die nieserin zieht laut hoch, wischt sich mit dem handrücken die nase. dabei hält sie mit der anderen hand den griff weiterhin fest umklammert.

plötzlich setzen sich die beiden gruppen in bewegung – die ampel ist auf grün gesprungen.
blicke zucken hin und her, stets darauf bedacht, dem gegenüber ja nicht in die augen zu sehen. man schlängelt sich, in größtmöglichem abstand, und so schnell es eben noch schicklich ist, aneinander vorbei. dabei die einkaufstrolleys geschickt umeinander herumlavierend. man hat es eilig, möchte aber nicht den eindruck erwecken, ein „schisser“ zu sein, der leicht in panik zu versetzen ist. man macht auf cool, über den dingen stehend, als könnte einem selbst „das virus“ nichts anhaben.
und wie war das einkaufen bei euch so? 😉

Jan 012020

guten rutsch

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Dez 312013

Ein weiteres Jahr ist nun rum. Ich blicke zurück und stelle fest: wir waren heuer nur ein einziges Mal klettern!
Nur einmal in der Halle, nie in freier Wildbahn. Ob sich da schon das Ende meiner Kletterkarriere abzeichnet?

Jun 252012

Schon gestern waren wir kurz auf der Insel. Da startete ich einen ersten Versuch an der Speedkletterwand. Die zeit von 40:88 Sekunden war nicht schlecht (und wurde während wir dort waren auch nicht unterboten), aber ich wusste, dass es noch besser geht.

Also startete ich heute einen neuen Versuch auf der schwarzen Route:
Speedklettern auf der Donauinsel

Mir gelang eine deutliche Verbesserung um genau fünf(!) Sekunden. Keine schlechte Leistung:
neue persönliche Bestzeit

Jun 032012

Mit den Rädern zur Donaumarina wo die Fluganlage von Spider Rock aufgebaut war.

Nachdem die Formulare ausgefüllt, der Gurt angelegt und der Helm aufgesetzt waren wurden die Laufkatzen eingehängt. Dann mit dem Lift zur Startplattform. Eh nur 36 m hoch, also ziemlich genau der Efeugrat.

Nach einem Probeflug einer Angestellten war Gerlinde an der Reihe. Ohne zu zögern stürzte sie sich ins Leere:
Gerlinde nach dem Start am Flying Fox

Danach war ich dran. Mein Puls stieg… gar nicht. Völlig relaxt stürzte ich mich in die Tiefe. Der Flug war angenehm und hätte ruhig viel länger dauern können. Nach einer perfekten Landung war das kurze Vergnügen auch schon wieder vorbei.

Aber wir haben noch Karten für einen weiteen Flug. Mal sehen wann Desi mitkommt. Bin gespannt, ob sich das heuer noch ausgehen wird (aber die Karten verfallen eh nicht).

Okt 112010

Da ich gestern, gegen zwei Uhr und kurz vor Mistelbach, einen kapitalen Motorradunfall hatte (jemand hat eine Stopptafel und mich weder gesehen und, trotz hupens meinerseits, auch nicht gehört) und jetzt einige Prellungen, Zerrungen ud Stauchungen habe, werde ich wohl die nächsten paar Wochen nicht zum Klettern gehen können.

Schade! Aber alles in allem hatte ich noch riesiges Glück, denn meine BMW hat es voll erwischt (Totalschaden):
Totalschaden

Sep 262010

Dieser Eintrag dient nur zum Test. Mal sehen, ob er wie geplant auf FB veröffentlicht wird.

… funktioniert:-)

Aug 122010

Aus „der Not” geboren habe ich mir eine neue (ich habe nichts gefunden, was diese Methode beschreibt) Methode überlegt, um zu dritt sicher, schnell und bequem klettern zu können. Ich nenne sie „De Cillia Methode“ (DCM) und so funktioniert die Sache:

Vorgeschichte:
Eine Klettertour zu dritt über acht Seillängen, Wetterprognosen für den Tag sehr heiß (auch wenn man früh los geht), zwei Kletterern ist die angestrebte Tour sehr gut bekannt, der Dritte im Bunde ist als Neuling einzustufen.
Ich überlegte mir jetzt, dass es bei großer Hitze für den Vorsteiger sehr anstrengend wird. Führungswechsel bei herkömmlichen Methoden der 3er-Seilschaft sind mühsam und fehleranfällig. Was also tun?

Lösung:
Mir ist dann die DCM eingefallen. Nach einer Trockenübung auf der Terrasse haben wir diese dann noch in einer Zweilängenroute in der Praxis getestet. Funktioniert super. Und so geht´s (wenn hier von Kletterern die Rede ist, gilt das in gleicher Weise natürlich auch für Kletterinnen):

Einbinden:
DCM1 Die Kletterer binden sich so ein wie auf dem Bild gezeigt (Bilder zum Vergrößern anklicken). Der unerfahrenste Kletterer (der keinen Vorstieg macht/kann/will) wird in die Mitte genommen.
Klettern:
DCM2 DCM3 Der erste Vorsteiger steigt los. Er wird vom mittleren Kletterer gesichert (linkes Bild). Da unser Mittelmann hier noch etwas zu unerfahren war übernahm das Sichern die Schlussfrau (rechtes Bild).

Ein Ungebübter kann so aber auch gut das selbstständige Sichern üben. Der Schlussmann schaut ihm dabei auf die Finger (und hilft ihm im Bedarfsfall).

DCM4 Der Vorsteiger klettert wie in einer 2er-Seilschaft und muss sich nur um ein Seil kümmern. Er muss nicht überlegen, ob er in Zwillings- oder Halbseiltechnik klettert und welches Seil wo wie eingehängt werden muss/soll.
Er macht wie gewohnt Stand und holt den Mittelmann nach.

Dieser hängt sein Seil aus den Zwischensicherungen aus und das Seil des Nachfolgenden ein. Für unseren ungeübten Kletterer eine gute und sichere Möglichkeit das Handling beim Ein-/Ausclippen zu erlernen.

DCM5 Der Mittelmann ist am Stand. Er hängt sich zusätzlich mittels Selbstsicherung ein.
Der Schlussmann kann nachgeholt werden. Der Mittelmann kann die Sicherung übernehmen (zum Üben/Lernen). Der Erste kann sich etwas ausrasten, schaut ihm aber auf die Finger und greift im Bedarfsfall helfend ein.

Ein weiterer Vorteil gegenüber der herkömmlichen Technik ist, dass jeder der Beiden ein Seil handeln kann und es dadurch zu keinem Seilsalat kommt. Bei einem engen Standplatz (oder Hängestand, …), kann jeder ein Seil über seine Anseilschlaufe schlichten.

DCM6 Der letzte Kletterer steigt nach und klaubt das Material ab. Am Stand angekommen sichert er sich zusätzlich mittels Eigensicherung.

Das Restmaterial vom Vorsteiger wird übergeben.

DCM7 Der bisherige Schlussmann übernimmt die Führung der nächsten Länge.

Die Sicherung übernimmt einer der beiden am Stand verbleibenden Kletterer. Eine gute Möglichkeit für unseren Neuling unter Aufsicht das Vorstiegssichern vom Stand aus zu üben.

Die Sache funktioniert einwandfrei. Zusammenfassend kann ich feststellen:

Vorteile:

  • Überschlagendes Klettern zu dritt möglich
  • kein Seilchaos
  • Vorsteiger muss nicht lange überlegen wo welches Seil eingehängt wird, ob er die Zwillings- oder Halbseiltechnik anwendet, …
  • keine zusätzlichen Probleme in langen Quergängen
  • das Seil liegt immer richtig und muss nicht umgeschlichtet werden
  • keine mühsamen (und fehleranfälligen/gefährlichen) Umbindeaktionen bei Führungswechsel
  • ein unerfahrener Kletterer kann sicher die nötigen Techniken lernen:
    Seil aushängen, Seil clippen, Seilhandling am Stand, Seilhandhabung beim Vor- und Nachstiegssichern
  • in (fast) allen Routen hat der unerfahrene/ungeübte Mittelmann Sichtkontakt zu zumindest einem der beiden anderen Kletterer

Nachteile:

  • Mir ist eigentlich keiner aufgefallen. Eventuell ein etwas größerer Zeitaufwand?
    Aber ich glaube, dass dieser durch andere Faktoren mehr als wettgemacht wird, die da wären: kein Umschlichten des Seils, verhindern von Seilsalat, weniger Materialübergaben, kein Aus-/Einbinden bei Führungswechsel, …
  • Man benötigt zwei Einfachseile (die aber nicht unbedingt die selbe Dicke haben müssen). Dadurch muss man ein etwas höheres Gewicht mittragen. Allerdings muss man sich dafür nicht extra (teure) Halbseile zulegen wenn man keine alpinen Routen geht.

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